Beim Öffnen der Spülmaschine nach dem Spülgang steigt manchmal ein leicht saurer oder muffiger Geruch auf. Obwohl das Geschirr sauber wirkt, bleibt der Eindruck, dass die Maschine selbst nicht ganz frisch ist. Solche Gerüche entstehen meist durch Fettablagerungen, Speisereste oder Biofilm im Innenraum.
In solchen Situationen greifen viele zuerst zu Essig. Essig wird seit langem als Hausmittel für Reinigung und Geruchsneutralisierung verwendet. Auch im Geschirrspüler kann er helfen, bestimmte Rückstände zu lösen und Gerüche zu reduzieren.
Wann Essig in der Spülmaschine sinnvoll ist
Essig eignet sich vor allem bei leichten Ablagerungen oder unangenehmen Gerüchen. Die enthaltene Säure kann Rückstände aus Fett, Seifenresten und Kalk teilweise lösen.
Gerüche entstehen häufig im Bereich des Siebs oder an der Türdichtung. Dort sammeln sich kleine Essensreste und Fettpartikel, die sich im Alltag kaum bemerken lassen.
Auch nach längerer Nutzung von Eco-Programmen können sich Rückstände im Innenraum bilden. Diese Programme arbeiten mit niedrigeren Temperaturen, wodurch sich Fett langsamer löst.
Ein Reinigungsdurchlauf mit Essig kann solche Ablagerungen lockern und mit dem Spülwasser aus der Maschine transportieren.
So wird Essig zur Reinigung der Spülmaschine verwendet
Vor der Anwendung sollte die Spülmaschine leer sein. Außerdem lohnt sich ein kurzer Blick auf das Filtersieb, damit keine Essensreste im System bleiben.
Danach kann die Reinigung beginnen.
Eine einfache Reihenfolge hilft dabei:
- Maschine vollständig ausräumen
- Filtersieb kurz unter Wasser reinigen
- etwas Essig in eine Schüssel oder Tasse geben
- Gefäß im oberen Korb platzieren
- heißes Spülprogramm starten
Während des Spülgangs verteilt sich der Essig mit dem Wasser im Innenraum der Maschine. Rückstände lösen sich und werden anschließend ausgespült.
Nach dem Durchlauf riecht die Spülmaschine meist deutlich frischer.
Diese Fehler passieren bei der Essig-Reinigung häufig
Ein häufiger Fehler ist die Verwendung sehr konzentrierter Essigessenz in großer Menge. Zu starke Säure kann Dichtungen und empfindliche Bauteile langfristig belasten.
Auch das direkte Eingießen großer Mengen Essig auf den Boden der Maschine bringt selten einen Vorteil. Die Flüssigkeit verteilt sich ungleichmäßig und erreicht nicht alle Bereiche.
Manche versuchen zusätzlich Backpulver oder Natron zu mischen. Diese Kombination reagiert miteinander und verliert einen Teil ihrer Reinigungswirkung.
Für eine einfache Geruchsbeseitigung reicht meist ein einzelner Reinigungsdurchlauf aus.
Was im Alltag wirklich hilft
Wenn Gerüche oder leichte Ablagerungen auftreten, kann Essigreiniger eine einfache Lösung sein, weil er Fett- und Kalkreste im Innenraum löst und gleichzeitig dazu beiträgt, unangenehme Gerüche aus der Spülmaschine zu entfernen.
Kurzfazit
Gerüche in der Spülmaschine entstehen meist durch Fett, Essensreste oder Biofilm im Innenraum. Besonders bei häufigen Niedrigtemperatur-Spülgängen können sich solche Rückstände ansammeln.
Essig oder Essigreiniger kann helfen, leichte Ablagerungen zu lösen und Gerüche zu reduzieren. Bei regelmäßiger Anwendung bleibt der Innenraum sauber und die Maschine riecht wieder frisch.
Häufige Fragen
Kann Essig Kalk in der Spülmaschine entfernen?
Essig kann leichte Kalkablagerungen lösen. Bei stärkerem Kalk ist eine gezielte Entkalkung meist effektiver.
Ist Essig für die Spülmaschine sicher?
In kleinen Mengen und bei gelegentlicher Anwendung ist Essig für viele Geräte unproblematisch. Sehr hohe Konzentrationen sollten jedoch vermieden werden.
Sollte man Essig regelmäßig zur Reinigung verwenden?
Essig eignet sich eher für gelegentliche Reinigungen oder gegen Gerüche. Für eine komplette Grundreinigung sind spezielle Reiniger häufig besser geeignet.
Warum riecht die Spülmaschine trotz Essig noch?
Wenn sich Essensreste im Sieb oder in den Sprüharmen befinden, bleibt der Geruch oft bestehen. Dann sollten diese Teile zusätzlich manuell gereinigt werden.